Aktien an der Börse handeln

August 31, 2010 Keine Kommentare

Auf lange Sicht stellen Aktien unter dem Aspekt der zu erwartenden Rendite die attraktivste Anlageklasse für Privatanleger dar. Bei Aktien setzt sich die Rendite aus zwei Komponenten zusammen: der Dividende und dem Kursgewinn/-verlust. Derzeit übertrifft allein die Rendite der Dividende bei sehr vielen Unternehmen deutlich das allgemeine Zinsniveau. Während für Tagesgeld bspw. im Schnitt lediglich 1,5 % an Zinsen gezahlt werden zahlen einige Titel im DAX, dem Leitindex für deutsche Aktien, eine Dividende, die einer annualisierten Rendite von bis zu 5 % und mehr entspricht. Trotz der nachweislichen langfristigen Outperformance von Aktien gegenüber dem Renten- und Geldmarkt beträgt die Aktionärsquote in Deutschland im internationalen Vergleich bescheidene 6 % (USA: 17 %, UK: 23 %). Aus diesem Grund fällt es interessierten Neueinsteigern oft vergleichsweise schwer Gleichgesinnte in ihrer Wohngegend (vor allem im ländlichen Bereich) zu finden.

Angehende Börsianer sollten auf keinen Fall sofort echtes Geld einsetzen, sondern sich zuerst darum bemühen möglichst viel theoretisches Wissen über die Börse, ihre Funktionsweise und je nach Background auch über die fundamentale Analyse von Unternehmen anzueignen. Hierbei sei einschlägige Fachliteratur und auch spezielle Aktienseiten im Internet empfohlen, die einen hierbei gut unterstützen können und die auch häufig die Möglichkeit bieten mit Gleichgesinnten via Chat in Foren zu kommunizieren.

Nach der Aneignung eines entsprechenden Basiswissens können die Börsianer, die an langfristigen und vergleichsweise konservativen Investments interessiert sind erste echte Trades durchführen. Hierunter fallen vor allem Aktien aus dem Value-Bereich, also Unternehmen, die ein seit vielen Jahren erfolgreiches und nachhaltiges Geschäftsmodell besitzen (bspw. Energieversorgung und Nahrungsmittel). Wer eher an kurzfristigen und spekulativen Arrangements interessiert ist, sollte zunächst ein Demokonto eröffnen, um verschiedene Strategien ausprobieren zu können.

Bevor Aktien aktiv gehandelt werden können, bedarf es zunächst der Eröffnung eines Depotkontos. Hier bieten zahlreiche Vergleichsportale die Möglichkeit einfach und bequem den Broker mit den für einen persönlich besten Konditionen auszuwählen. Nach Eröffnung und entsprechender Kapitalisierung kann mit dem eigentlichen Handel begonnen werden. Hierzu ist die Eingabemaske auf der Seite des Brokers zu öffnen und mit den entscheidenden Informationen wie Name des Unternehmens, Stückzahl, Börsenplatz und, ganz wichtig, Limit zu füttern und die Order abzuschicken.

Wer an einem Job als Broker interessiert ist kann in den einschlägigen Jobportalen wie z.B. Experteer fündig werden. Viele Brokerfirmen ermöglichen auch Quereinsteigern mit quantitativem Hintergrund den Einstieg.

Bild: © Alterfalter – Fotolia.com

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