Finanzierung von Immobilien

März 30, 2010 1 Kommentar

Bei der Finanzierung von Immobilien kommt es maßgeblich darauf an, dass diese auf Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse abgestimmt ist. So muss sichergestellt werden, dass Sie die Raten für die Immobilienkredite auch dann noch werden zahlen werden, sollten Sie in einem anfänglichen Doppelverdienerhaushalt nur noch der Hauptverdiener sein, weil Arbeitslosigkeit oder Nachwuchs bei Ihnen Einzug erhalten hat.
So dürfen Sie auch niemals angesichts der aktuell günstigen Zinsen glauben, dass Sie sich auch in der Zukunft eine Immobilie leisten können, denn spätestens nach Ende der Zinsbindungsfrist werden die Karten neu gemischt und für die Anschlussfinanzierung der dann geltende Zinssatz festgesetzt. Dass der unter Umständen deutlich höher sein kann als derzeit, dürfte angesichts der Prognosen ziemlich unstrittig sein.
Das heißt allerdings nicht, dass der Erwerb bzw. die Finanzierung von Immobilien nur denen vorbehalten ist, die seit jeher über gute finanzielle Möglichkeiten verfügen.  Sicher ist Berechnungsgrundlage für die Vergabe von Immobilienkrediten Ihr Einkommen. Ebenso wichtig ist jedoch auch Ihre Eigenkapitalquote. Ohne Eigenkapital wird die Finanzierung von Immobilien nämlich zu einem riskanten Spiel. Sicher finanzieren Ihnen Banken auch ohne Eigenkapital eine Immobilie, doch müssen Sie damit rechnen, dass Sie einen so genannten Risikoaufschlag zahlen müssen, der auf den geltend Zins aufgeschlagen wird. Die Banken rechtfertigen diesen damit, dass sie bei einer Vollfinanzierung der Immobilie mit einem höheren Ausfallrisiko rechnen, als wenn 10 oder mehr Prozent an Eigenkapital zur Verfügung steht.

Dabei dürfte es, letztlich auch in Anbetracht des neu eingeführten Wohn-Riesters, kein Problem für Sie sein, durch Zuteilung eines Bausparvertrages das dort in der Ansparphase angesparte Guthaben als Eigenkapital in die Finanzierung von Immobilien einfließen zu lassen. Zudem kommen Sie durch das sich daran anschließende Bauspardarlehen in den Genuss eines günstigen Zinssatzes.
Dass die Finanzierung von Immobilien so zu einer ganz individuellen Angelegenheit wird, beweisen auch die unterschiedlichen Möglichkeiten der Zusammenstellung der Kreditverträge. Haben Sie nämlich bereits zwei Kinder, können Sie Förderdarlehen Ihres Bundeslandes beantragen, die zinslos sind und durch den hohen Tilgungsanteil schneller getilgt sind als herkömmliche Darlehen.

Andererseits können Sie bei Selbstnutzung Ihrer Immobilie auch ein Darlehen der staatlichen KfW-Bank beantragen. Zwar ist der Zinssatz infolge der Finanzkrise nicht mehr ganz so attraktiv, dennoch profitieren Sie mindestens für ein Jahr von der Tilgungsaussetzung; auf Antrag auch länger.

Welche Art der Immobilienfinanzierung Sie aber mit Ihrer Bank auch wählen, sie müssen immer auch die Zinsentwicklung im Auge behalten, um vor Ablauf Ihrer Zinsbindungsfrist sich einen günstigen Zins notfalls über ein Forward-Darlehen zu sichern.

Tags: , Finanzen, Immobilien
One Comments to “Finanzierung von Immobilien”
  1. [...] hängt immer vom Einzelfall ab. Falls eine Sanierung notwendig ist, gibt es Förderungen von der KfW, die für Denkmalsanierungen zutreffen. Doch die Steuererleichterung, die Eigentümer von [...]

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