- Kreditkarte

Im Einzelhandel per Handy zum einfachen Kredit

Der Zahlungsdienstleister Klarna bietet neuerdings einen Rechnungs- und Ratenkauf für den Einzelhandel an. Dies klingt praktisch und vor allem zum Weihnachtsgeschäft dürfte dies für zusätzliche Umsätze sorgen. Jetzt warnen aber Verbraucherschützer.

Kürzlich wurde das Unternehmen Klarna aus Schweden drei Milliarden Dollar Wert, weil eine zusätzliche Finanzierungsrunde abgeschlossen werde konnte. Von Investoren erhielt das Unternehmen 410 Millionen Euro und damit ist Klarna das wertvollste Fintech aus Europa. Jetzt gab es einen neuen Service: Ratenkauf an der Kasse — Klarna Instore.

Stationäre Händler haben jetzt die Möglichkeit, einen Rechnungs- oder Ratenkauf anzubieten. Klarna ist eigentlich bisher bekannt gewesen für ihre Online-Services. Der Endkunde benötigt für den Abschluss auch keine App, sondern lediglich das Smartphone, worüber sich der Kunde sozusagen verifiziert.

Ratenkauf im Einzelhandel

Der Kunde kann an der Kasse sagen, dass er auf Rechnung kaufen möchte. Der Kassierer sendet im Anschluss dem Kunde über eine eigene Klarna-Händler-App eine E-Mail oder eine SMS, denn hierin befindet sich ein Link zur Zahlungsseite.

Der Kunde wählt nun die gewünschte Option aus (Raten- oder Rechnungskauf) und schon ist der Vorgang abgeschlossen. Der Kunde erhält direkt vom Händler eine digitale Rechnung per E-Mail.

Der Händler kann aber jedoch auch Club-Apps für das POS bereitstellen und somit eine Standard-Zahlungsmethode schaffen. Im April 2019 gab Klarna auch schon die ersten Klarna Cards heraus — eine eigene Kreditkarte in Verbindung mit Visa.

In mehr als 6.700 Läden verfügbar

Das Konzept Klarna Instore gibt es mittlerweile in Großbritannien, USA, Niederlanden und in Norwegen, Dänemark und Schweden. Laut dem Zahlungsdienstleister ist der Service mittlerweile in 6.700 Läden verfügbar. In Deutschland möchte der Dienst unter anderem bei Uzwei, Na-kd und Sennheiser starten. Die ersten Händler haben in ihren Showrooms bereits einen Hinweis hierauf.

Scheinbar aber, wird der Service noch nicht von den Kunden angenommen. Der Dienst ist nämlich für viele unbekannt. Klarna ist überwiegend bei jüngeren bekannt und beliebt, weil insbesondere Online-Shops wie Defshop diese Zahlungsart ebenso anbieten. Insbesondere Smart-Home-Produkte sind in der Zielgruppe sehr beliebt. Eine Expertenseite wäre HomeandSmart.de.

Großzügige Fristen

Der Klarna-Kunde hat im Anschluss 14 Tage Zeit, die Rechnung zu begleichen. Sollte das nicht gehen, dann kann der Kunde über eine Gebühr, die sich nach dem Betrag richtet, die Zahlungsfrist auf bis zu zwei Monate legen. Das funktioniert ganz einfach über das Smartphone.

Der Händler kriegt währenddessen eine Vorleistung von Klarna. So wird der Händler auch davor bewahrt, dass er sein Geld nicht mehr wieder bekommt. Hierin könnte das zukünftige Erfolgsgeheimnis liegen.

Sollte die Fristen überschritten werden, dann entstehen zusätzlich Mahngebühren, was bis zum Inkasso führen kann.

Verbraucherschützer warnen

Verbraucherschützer warnen aber davor, weil viele Menschen keine Übersicht über ihre Finanzen haben. So könnte es passieren, dass sich insbesondere junge Menschen in eine Schuldenfalle stürzen, denn es können auch Dinge auf Rechnung oder auf Raten bezahlt werden, die eben ein wenig mehr Kosten. Mit Zinsen von bis zu 10 Prozent sind diese auch mehr als üppig.

Hierauf weiß aber Klarna zu antworten, denn es gibt in Smartphone-App extra einen eigenen Bereich, worüber die Finanzen eingesehen werden können.

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